Verspätung auf Schloss Het Hof in Borculo

 

Am Mittwoch, den 12. Februar, wurde bekannt, dass die Abrissarbeiten von Vollzugsbeamten der Gemeinde Berkelland gestoppt wurden. Dadurch verzögert sich der Bau unserer Zahnarztpraxis in Borculo. Die Twickel-Stiftung, Eigentümerin des Grundstücks, hat sich zum Ziel gesetzt, Grundstücke zukunftssicher an die nächsten Generationen zu übergeben. Wie kein anderer geht sie deshalb äußerst sorgsam mit Gebäuden und Grundstücken von historischem Wert um. Diesem Projekt gingen jahrelange Vorbereitungen voraus, die eine ständige Abstimmung mit der Gemeinde und eine sorgfältige Abwicklung der notwendigen Schritte beinhalteten.

Hello.smile ist auch eng in die Bauarbeiten eingebunden und nimmt an einer wöchentlichen Sitzung des Bauteams teil, bei der alle Beteiligten am Tisch sitzen. Die Aktualisierungen rund um Genehmigungen, Einspruchsfristen, Kontakte mit dem Denkmalschutzkomitee - all das kam bei diesen Treffen regelmäßig zur Sprache. Der Prozess verlangt von uns auch viel mehr, gerade wegen des Denkmalcharakters. Das macht es manchmal kompliziert. Für hello.smile war es aber auch eine bewusste Entscheidung, zu den Geldgebern dieses einzigartigen Projekts zu gehören. Der Bau einer brandneuen Zahnarztpraxis mit sechs hochmodernen Behandlungsräumen an einem historischen Ort ist eine wunderbare Gelegenheit. Wir sind mit den Vorbereitungen beschäftigt, um dort ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Und den Besuch beim Zahnarzt überraschend und angenehm zu gestalten. Dieser Ort eignet sich perfekt dafür. Wir freuen uns darauf, dort zu arbeiten und Patienten zu empfangen.

Die Zichorienfabrik wurde in unsere neue Praxis umgewandelt

Der Teil des historischen Hofes in Borculo besteht aus zwei Teilen. Zum einen die Zichorienfabrik mit ihren integrierten monumentalen Gewölbekellern, zum anderen die ehemalige Bibliothek mit allem, was dazugehört. Beide Teile sind natürlich räumlich miteinander verbunden, werden aber individuell umgestaltet. Die Zichorienfabrik wird in unsere neue Praxis umgewandelt, während der angrenzende Bibliothekskomplex durch neue Wohnungen ersetzt wird. Die Baugenehmigung für die Zichorienfabrik wurde erteilt, und es wurde mit der Renovierung und dem Umbau dieses teilweise denkmalgeschützten Gebäudes begonnen. Diese Entwicklung wurde in den letzten Monaten zum Anlass genommen, die angrenzenden Gebäude aus den 1970er Jahren abzureißen. Die Vollstreckung dieser Woche betrifft die Beseitigung dieser Abrisse.

Um diesen Abriss durchzuführen, wurde rechtzeitig eine Abrissanzeige eingereicht, und die Gemeinde Berkelland erteilte die erforderlichen Abrissgenehmigungen. Das Lastenheft des Bauunternehmers wurde geteilt und alle Ampeln standen auf Grün. In Bezug auf die Archäologie gab es einen engen Kontakt sowohl mit dem Heritage Committee als auch mit dem städtischen Archäologen, der die Baustelle mehrmals besuchte. Dabei waren sowohl der verantwortliche Manager als auch der beteiligte Architekt häufig vor Ort, um festzustellen, wo die Schwachstellen bei den Arbeiten liegen.

 

Der archäologische Wert

Das Sanierungsgebiet für neue Wohnungen befindet sich an der Stelle, an der sich früher der Graben des Hofes te Borculo befand. Dieser Graben wurde um 1870 mit dem Schutt des Schlosses zugeschüttet und 1970 von der Gemeinde u. a. mit Asphalt und anderem modernen Schutt bebaubar gemacht. Obwohl in der jüngeren Vergangenheit bereits archäologische und kulturhistorische Forschungen durchgeführt wurden, behält die Stätte einen archäologischen Wert. Für die erforderlichen archäologischen Untersuchungen durch Probegrabungen müssen jedoch zunächst die bestehenden Gebäude und der Schutt entfernt werden.

Folglich bestand der Ansatz darin, die Struktur, die die Gemeinde seinerzeit errichtet hatte, sorgfältig zu entfernen. Man wollte das Gebäude abtragen, ohne den Boden zu beschädigen. Aus diesem Grund wurde auch beschlossen, die tieferen Betonfundamente an Ort und Stelle zu belassen. Der geplante Neubau ist ebenfalls in Leichtbauweise geplant. Dabei wurde der Boden in keiner Weise gestört.

Auswirkungen auf unsere Warteliste

Die Entwicklung unserer Praxisräume, die auf diesen monumentalen Kellern des jahrhundertealten Schlosses Borculo errichtet wurden, ist also bis auf weiteres auf Eis gelegt. Und das ist keine gute Nachricht. Es ist eine weitere Verzögerung bei der Sanierung des Geländes. Ursprünglich sollten die Abrissarbeiten im Mai 2024 beginnen, mussten dann aber nach einer anonymen Vollstreckungsanfrage zum Thema Ökologie notgedrungen verschoben werden. Wir können den Patientenstrom in den jetzigen Räumlichkeiten schon seit einiger Zeit nicht mehr bewältigen. Wir sind uns daher bewusst, dass diese Nachricht auch für alle Patienten auf unserer Warteliste sehr enttäuschend ist.

Bildnachweis: Collin Ernst